Bürgerzeitung

steuern? gegensteuern?

Neulich in Lohra...
...ausgesprochen(e,) gute Gedanken:

steuern?
gegensteuern?


Segel setzen! Es geht um Gott und die Welt... und um unser Leben in Lohra und seinen Ortsteilen...
„Der Gemeinde geht es schlecht.“
„Eltern müssen demnächst mehr für die Betreuung in den Kindertagesstätten bezahlen.“
„Wenn die Gemeinde solche Kürzungen vornimmt, muss ich überlegen, wie ich da gegensteuern kann.“
„Steuern sind das Stichwort! Wir sind von Rodenhausen nach Lohra gezogen, haben dort ein Häuschen gekauft und mussten das Dach komplett neu decken. Also, dann liegt es doch nahe ein Unternehmen vor Ort damit zu beauftragen, denn dann bekommt die Gemeinde davon Gewerbesteuern, das Unternehmen bekommt Arbeit und wir ein neues Dach.“
„So sollten mehr Mitbürger denken und auch handeln.“
„Ich lebe gern in Lohra und möchte, dass die Großgemeinde weiterhin eine gute Infrastruktur hat, dass es hier lebenswert ist – Geschäfte, Handwerker, Dienstleister, Arbeitsplätze und Industrie, Ärzte, Apotheke, Gaststätte, Kindergarten und Schule vor Ort.“
 

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Das Geld bleibt hier – in der Region, vor Ort.

Neulich... Gedanken in Lohra:
Das Geld bleibt hier – in der Region, vor Ort. Das sichert Arbeitsplätze!
„Glücklich, wer ohne Internet auskommt. Doch vieles wird auch leichter durch die neuen Medien. Informationen jederzeit einholen, Preise vergleichen, Öffnungszeiten nachschauen, Telefon-Nr. raussuchen. Doch danach kommt das, was wirklich zählt: Das Persönliche – vor Ort einkaufen, ein bekanntes Gesicht treffen, der Kontakt, das individuelle Beratungsgespräch, der Besuch einer Gaststätte, raus vor die Tür, an die frische Luft, in die Sonne. Denn dann kommt es zu spontanen Begegnungen, unverhofften Ereignissen. Das Leben geschieht, während Du ganz andere Pläne machst. Aber es geht nun mal nicht so ganz ohne Plan, planlos – sozusagen. Und dann ist es gut, wenn Du mal einen anderen Weg wählst, mal in ein Schaufenster hineinschaust, mal zu Fuß gehst und jemandem ein Lächeln schenkst. Wann hast Du zuletzt einen klassischen Brief geschrieben – mit Briefmarke und Umschlag – und ihn zum Briefkasten gebracht? Wann warst Du zuletzt in einem Gottesdienst – ganz gleich, ob sonntags um 8.30 Uhr, um 10, 11 oder 17.30 Uhr – oder samstagabends. Einfach mal rausgehen, unter Leute, mal auf andere Gedanken kommen, neue Impulse kriegen.“


Neulich... in einem großen Kaufhaus in Mittelhessen:
„Entschuldigung, guten Tag.“ „Guten Tag.“ „Wo finde ich denn so kleine flache Batterien CR2032? Ich brauche eine neue für meinen PC.“ „Zeig ich Ihnen... hier.“ „Ah ja, gibt’s die nur einzeln? Für die digitale Küchenwaage brauche ich die gleiche.“ „Na, dann müssen Sie zweimal eine nehmen.“ ... Okay, denke ich, dann bezahle ich bar, damit mein Mann die teuren Markenbatterien problemlos wieder umtauschen kann, wenn ich mit diesen Dingern nach Hause komme. Eine Batterie fast 5 Euro. Gut, dass ich noch etwas Bargeld dabei habe. Sonst zahle ich immer mit EC-Karte, wo möglich, aber dann muss ich selbst wieder hin zum Umtauschen... Ich bedanke mich und gehe zur Kasse. Es ist noch jemand vor mir. Ich warte, kein Problem, ich habe Zeit...

Dann bin ich dran. „Guten Tag.“ „Guten Tag, diese beiden Batterien bitte,“ sage ich. „Könnten Sie auch mehr davon gebrauchen?“ „Hmm!“ „Na ja, es gibt für den gleichen Preis auch 5 Stück, allerdings nicht von der gleichen Marke!“ „Na, dann nehme ich die.“ „Ich hole sie Ihnen, kleinen Moment. Wollen Sie 5 oder gleich 10 Stück.“ „Danke, 5 sind genug.“ Prima, denke ich. Das ist mir ja noch nie passiert. Und das an der Kasse. Ich hatte schon gar nicht damit gerechnet, dass ich zum Regal begleitet werde und die (teuren) Batterien gezeigt bekomme. Doch dass ich dann noch von einem weiteren Mitarbeiter dermaßen überrascht werde... also, jetzt ist mein PC wieder gut drauf und die Küchenwaage läuft auch einwandfrei. Okay, 3 Ersatzbatterien liegen zwar in der Schublade, aber die brauchen wir demnächst sowieso irgendwann. Schließlich ist die Küchenwaage mehrfach täglich in Gebrauch und mein Mann hat ebenfalls einen PC, der irgendwann Datum und Uhrzeit verliert. Batterie für 2 Euro... wie lange hätte ich im Internet danach gesucht? Und womöglich noch Portokosten dafür bezahlt.

Das sind nur kleine Beträge. Doch wie sagt der Volksmund: Kleinvieh macht auch Mist und in Prozent ausgedrückt klingt das schon anders: 60% gespart. Gespart? Naja, 250% bekommen.
Und wie sieht es dann mit kostspieligeren, notwendigen Anschaffungen aus oder sogar Dienstleistungen? Oder vielleicht Investitionen im und am Haus?
 

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Erkenntnis: Neun Jahre Einsatz – wirkungslos?!

Gestürzten hochhelfen, Verletzte verarzten lassen oder in die Klinik fahren, Behinderte und Augenkranke vor Hindernissen schützen, losgerissene und verirrte Tiere sichern, verunglückten Rad- oder Autofahrern hilfreich zur Seite stehen, Verhinderung von Ein­brüchen, stetige Torsicherung bei einer älteren, ver­ängstigten Dame und vieles mehr; das sind Erleb­nisse während 30 Jahren nächtlichem Gassi gehen!

Als ehemaliger Sicherheits- und Umweltbeauftragter sah ich es als meine Pflicht, mich dafür einzusetzen, dass finstere Bereiche nach 1Uhr15 ausgeleuchtet sind.
Ich entschuldige mich bei oben Genannten und allen, die Angst haben, wenn sie nachts nach 1Uhr15 unter­wegs sein müssen, dass ich es – trotz vieler Artikel schreiben, Telefonate, Gespräche usw. nebst nächt­lichen Begehungen zwecks Auflistung von Schwach­stellen – in 9 Jahren nicht schaffte, für mehr Sicherheit zu sorgen. Obwohl zudem Sparvorschläge erarbeitet wurden; doch ohne Lobby und Fürsprecher sitzt man zwischen den Stühlen und kommt gegen man­che Widerstände nicht an.
Es gab gar frotzelnde Bemerkungen wie z.B. „soll sich doch jeder selbst heimleuchten usf.“, was viele auch tun. Nur – bei großen Treppen, Winterwetter, unweg­samem Gelände hilft keine Funzel.
Zeigen Sie nach Unfällen, Stürzen etc. Ihren gewähl­ten Vertretern Blessuren, Verletzungen, aber auch Schäden!
Hoffe ehemalige FANs wissen noch, dass ich immer „Einer für alle“ und, solange ich ärztlicherseits durfte, gerne „Hans Dampf in allen Gassen – und auf Bühnen quer durch Hessen – war“, muss aber einsehen in beschriebener Angelegenheit nicht helfen zu können. Bitte keine Vorwürfe mehr!
Ein unfallfreies 2012 wünscht Ihnen SiSa

 

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Was wird im Dorf geschwätzt?

Neulich... am Telefon in Lohra:

„So, Du machst jetzt für den Familien- und Seniorenrat eine Bürgerzeitung.“
„Nein, das ist ein Missverständnis. Ich bin seit Jahren Mitglied im „fsr“ – wie sich der Familien- und Seniorenrat abkürzt – und pflege ehrenamtlich die Homepage mit, die ich auf Wunsch des Vereinsvorstandes im Sommer 2011 eingerichtet habe.“
„Aber was stand denn da im Amtsblatt letzte Woche – mit dem Büro?“
„Der fsr hat im Radio beim Wettwerb „Mein Verein in hr4“ Anfang Januar die 48-Stunden-Aufgabe mit voller Punktzahl erledigt: Nämlich ein Vereinsbüro einzurichten, damit die Verwaltung der mittlerweile über 430 Mitglieder leichter fällt und diese auch eine zentrale Anlaufstelle haben und zwar zusätzlich zu den Ansprechpartnern, die es in jedem Ortsteil gibt.“
„Du warst aber auch auf dem Foto! Als normales Vereinsmitglied?“
„Ja, das war bei der offiziellen Eröffnung und Einweihung des Büros. Eine Handvoll aktiver Mitglieder wird abwechselnd das Vereinsbüro betreuen und ich bin dabei. Das heißt, dass vorerst mittwochs von 9 bis 11 Uhr die Tür geöffnet ist und jeder Bürger – egal ob Mitglied oder nicht – reinkommen kann.“
„Ach so, und was hat es mit der Bürgerzeitung auf sich?“
„AL – wie sich das Anzeigen- und Informationsblatt im Volksmund abkürzt – und richtig „Aktuell in Lohra“ heißt wurde seit 2007 von Andrea Täuber zusammengetragen, gestaltet und herausgegeben. Die AL erschien unter ihrer Regie bis Dezember 2011 regelmäßig kostenlos und wurde monatlich an alle Haushalte der Großgemeinde Lohra verteilt. Sie hat Nachfolger gesucht, da sie aus gesundheitlichen und familiären Gründen keine Zeit mehr für die Herausgabe hat.“
„Und was hast Du damit zu tun?“
„Mein Mann hat die Bürgerzeitung samt Daten inkl. Domain-Name für die Homepage gekauft und ich – als gelernte Schriftsetzerin – unterstütze ihn bei der Arbeit an diesem – sowohl für die Gewerbetreibenden, Vereine und Institutionen als auch für die Bürgerinnen und Bürger Lohras – so wichtigen Informations- und Datenträger.“
„Für die Bürger! Was heißt das?“
„Die Bürger erfahren, welche Firmen und Selbständige es in Lohra und seinen Ortsteilen gibt – teilweise auch in Nachbargemeinden – und was diese anbieten. Die Bürger finden den aktuellen Notdienstplan der Ärzte und Apotheken, aber auch die Jubilare des Monats, die einer Veröffentlichung ihres Geburtstags bei der Gemeinde nicht widersprochen haben.“
„Das ist alles?“
„Nein, es wird auch aus dem Vereinsleben berichtet – sei es im sportlichen, musikalischen, sozialen oder wirtschaftlichen Bereich – gerne können die Vereine mit Texten und Fotos an die AL unter  per E-Mail herantreten.“
„Das ist ja spannend und interessant, und bestimmt noch nicht alles?“
„Nein, die nächste Ausgabe erscheint am 3. März – letztmalig am ersten Samstag im Monat!
Wir telefonieren wieder, okay! Und bleiben in Kontakt.“
„Na, klar!“

Liebe Leserinnen und Leser,
nun die Frage an Sie: Wer ist das aktive Mitglied im fsr, das hier ein Missverständnis aufklären konnte?